Gesamtschule Voerde -
Die Schulkonferenz im Juni 2007
Kurzfassung der Ergebnisse der Schulinspektion:
Qualitätsbericht 2006
Zeitraum der Qualitätsanalyse (QA):
Beginn des Schuljahres 2006/07:
20.07.06: erste schriftliche Information der BR über das Vorhaben
22.08.06: Vorstellung der Planung in der Schulöffentlichkeit durch das Q-Team
25.09.06: Abgabe des Portfolios bei der BR
23.-26.10.06: Schulbesuch
Dezember 06: Entwurf und abschließender Qualitätsbericht
4Q-Team:
Herr Dr. Klaus-Georg Wey, Frau Eva Brings.
Vorbemerkung:
Die QA soll nicht der Beurteilung einzelner Lehrerleistungen dienen, sondern der Schule bei Entwicklungsprozessen helfen, indem sie ihre Stärken und verbesserungsbedürftigen Bereiche beschreibt.
Im Rahmen der QA wurde unsere Schule beurteilt.
Die Beurteilungsgrundlagen sind vielfältig und sollen hier kurz beschrieben werden.
- Schriftliche Dokumentationen, nämlich das Schulportfolio mit verpflichtenden Kapiteln zu 39 Bereichen der Schule und das Schulprogramm stellten die Grundlage der Ziele und Vorhaben dar, die die Schule sich selbst aufgetragen hat. Sie wurden vor dem Schulbesuch dem 4Q-Team zugesandt, sodass ein Bild von der Schule entstand und Beobachtungsschwerpunkte festgelegt werden konnten.
- Persönliche Begegnung mit der Schule: Der eigentliche Schulbesuch vermittelte dem 4Q-Team innerhalb von drei Unterrichtsvormittagen und einem Auswertungstag einen Eindruck von der Umsetzung der oben genannten Programme.
Sechs Qualitätsbereiche mit 28 Qualitätsaspekten und zusammen 150 Kriterien wurden
überprüft. Dazu dienten
- eine Begehung der Schule zur Überprüfung ihrer räumlichen, fachlichen und sächlichen Ausstattung, sowie ihrer Sicherheit. Vertreter der Stadt Voerde als Schulträger nahmen teil.
- 38 Unterrichtshospitationen a20 Minuten, jeweils zu Stundenbeginn oder –ende; kein Nachmittagsunterricht, keine AGs;
- leitfadengestützte, getrennte Gruppeninterviews mit Schülern, Eltern, Lehrkräften, der Schulleitung, den Sozialpädagogen und dem nicht-pädagogischen Personal,
- sowie ein Einzelinterview mit dem Schulleiter.
(vgl. hierzu auch die Tabelle „Qualitätsbereiche und Dimensionen“)
Die Beurteilungen wurden in anschließend in 4 möglichen Wertungsklassen ausgedrückt.
Dabei entsprach
(Klasse 1 (--): „erheblich entwicklungsbedürftig“; traf für die GEV nicht zu)
Klasse 2 (-): „teilweise nicht mehr angemessen“; ist ausbaufähig, teils verbesserungsbedürf-
tig; wurde 6 x erteilt.
Klasse 3 (+): „angemessen“; ist gut umgesetzt, erfolgreiche Praxis; 26 x.
Klasse 4 (++): „vorbildlich“; entspricht dem Idealzustand, wird eher selten vergeben; 1x.
Eine Veröffentlichung der Ergebnisse einzelner Schulen ist nicht vorgesehen, da ein Ranking nicht beabsichtigt ist. Alle diesbezüglichen Entscheidungen muss die Schulkonferenz treffen.
Die nun folgende nähere
Erläuterung unserer Ergebnisse folgt den 6 Qualitätsbereichen (QB).
Die Zitate sind jeweils mit der Seitenzahl des Qualitätsberichts als Fundstelle versehen.
QB 1: Ergebnisse der Schule:
Abschlüsse, Fachkompetenzen, Personale Kompetenzen,
Schlüsselkompetenzen, Zufriedenheit
„Die Zahl der Schüler ohne Abschluss ist vom vorletzten zum letzten Jahr deutlich gesunken.“
„Die Werte für den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt.“ (S.4)
„Der Anteil der Wechsler in die GyOSt liegt bei 41 %...“ (S.5)
„Im Fach Deutsch... Werte landesweit... vergleichbar“; „In Englisch übertreffen in den Erweiterungskursen die Werte die landesweiten Ergebnisse“; „In Mathematik werden... die Referenzwerte in allen Kursen mindestens erreicht, in einigen auch übertroffen“... (S.5, zu Lernstandserhebungen 2005 und 2006)
„Die Förderung von Verantwortungsbereitschaft bzw. sozialem Engagement wird im Schulprogramm als Schwerpunkt postuliert.“ (S.6)
„Das im Schulprogramm (übergreifend) formulierte Erziehungsziel (Toleranz / Konfliktfähigkeit) wird z.B. durch ein Projekt gegen Gewalt (Jg. 10), ein Coolnesstraining für Jungen (Jg. 6) und die Wocheneingangsstunde, Konzept Soziales Lernen, umgesetzt.“ (S.6)
„Selbstständiges Lernen ... wird umgesetzt durch...einen verbindlichen Rahmen für methodisches Arbeiten in den Jgg. 5-10 sowie ein Methodenseminar in Jg. 11. Die Schule nimmt am Modellprojekt „Selbstständiges Lernen mit digitalen Medien in der GOSt (SelGO)“ teil.“ (S.6)
„Für die Jgg. 7 bis 10 gibt es eine Computer-AG. Eine Mediothek mit moderner Ausstattung steht allen SuS’ ab Jg. 8 zur Verfügung. Im Jg. 8 erhalten die SuS’ eine Einführung in den Umgang mit den Neuen Technologien.“ (S.6)
„Lehrkräfte, Mitarbeiter/Innen und Schüler/Innen äußern ein recht hohes Maß an Zufriedenheit mit der Arbeitssituation und dem Klima.“ (S.7)
QB 2: Lernen und Lehren – Unterricht:
Curriculum, Leistungskonzept, Unterricht fachlich + didaktisch,
Unterricht: aktives Lernen, Unterricht: Umgebung / Atmosphäre,
Individuelle Förderung, Schülerbetreuung
„... gibt es schulinterne Curricula für alle Fächer nach einem verbindlichen Raster...“
„Inhaltliche Kontinuität sichert die Schule auf der Ebene der fachlichen Curricula und bei der informationstechnischen Grundbildung und beim Methodenlernen.“ (S.7)
„Überlegungen zur Leistungsbeurteilung sind ... vorhanden.“
Die Erarbeitung und Formulierung der Beurteilungskriterien und eines jeweiligen Bewertungsmaßstabs werden Gegenstand weiterer Lehrerfortbildungen sein. (S.7)
„In dem Bereich der fachlichen und didaktischen Gestaltung ist in der überwiegenden Anzahl der beobachteten Unterrichtseinheiten ein angemessener Entwicklungsstand festzustellen.“
„Lediglich bei.. Reflexion des Unterrichts.. ergibt die Auswertung größeren Entwicklungsbedarf...“ (S.8)
„Die gegenseitige Wertschätzung ist durchgängig gegeben. ... wird ohne Zeitverlust Unterricht durchgeführt und Hefte und Lerndokumentationen angemessen geführt.“ (S.9)
„Durch Deutschförderung im Jahrgang 5 und Förderkurse für alle Hauptfächer versucht die Schule leistungsschwächere oder in der Leistung abfallende S’uS im Lernerfolg zu stärken.“
„...erkennbar, dass ..geeignete Förderempfehlungen formuliert und implementiert werden.“ (S.9)
„Alle Beteiligten äußern sich sehr lobend über die Akzeptanz und Wirksamkeit (des Beratungskonzepts)“.
„Die Eltern und S’ u S bekunden hohe Zufriedenheit mit diesen Angeboten (zur Berufswahlvorbereitung)“
„... Wahlpflichtkurs Berufswahlvorbereitung in Jgg. 9 und 10, ... ein dreiwöchiges Betriebspraktikum in Jg. 9, ... ein Seminar Berufswahlorientierung in Jg. 12 sowie ein Seminar zur Hochschulerkundung.“
„Die Schule nimmt sehr erfolgreich am Modellprojekt „Beruf und Schule BUS“ teil.“ (S.10)
„Die Schule betreibt zahlreiche Maßnahmen zur Suchtprävention.“(S.14)
QB 3: Schulkultur:
Lebensraum Schule, Soziales Klima, Ausstattung Gebäude + Gelände,
Partizipation, Außerschulische Kooperation
„Die Schule bietet AGs mit unterschiedlichen Inhalten und Zielsetzungen an. (Diese) dienen einer sinnvollen Freizeitgestaltung, haben einen Bezug oder ermöglichen gezielten Kenntniserwerb.“
„Die Bausteine im Schulprogrammschwerpunkt Soziales Lernen sind durch die Arbeit der Sozialpädagog/innen gut in der Praxis entwickelt.“ (S.10)
„Die erwarteten Umgangsformen sind in den Regeln zum Schulalltag detailliert aufgeführt.
U. a. mit dem so genannten TOR-Programm gelingt es der Schule insgesamt erfolgreich, die vereinbarten Regeln und Verhaltensweisen im Unterricht durchzusetzen.“ (S.10)
„Die Schule macht einen gepflegten Eindruck und wirkt einladend.“ (S.11)
„Die Zuständigkeiten sind im Geschäftsverteilungsplan ausgewiesen. Der erforderliche Kenntnisstand aller Beteiligten scheint dadurch gesichert.“
„Alle Beteiligten äußern Zufriedenheit über den Informationsfluss hinsichtlich der Beschlüsse der einzelnen Gremien.“
„Ästhetische Erziehung eröffnet den Schülern zahlreiche Möglichkeiten, sich aktiv am Schulleben zu beteiligen.“ „Eltern beteiligen sich an der Organisation von Festen und Projekten, bei Freizeitangeboten und der Betreuung des Schülercafès.“ (S.11)
„Die Schule kooperiert mit betrieblichen Partnern der Region, den Voerder Grundschulen, dem Arbeitsamt, dem Internationalen Bund, verschiedenen Krankenkassen und der Stadt Voerde. (Außerdem mit) der Regionalstelle Frau und Beruf, der Weiberwirtschaft, der Drogenberatungsstelle, dem Kreuzbund, der Drogenfahndung und dem Kinder - und Jugendtheater.“
„Auch die Zusammenarbeit mit Betrieben im Rahmen des BUS-Projekts ist nach Auskunft der Beteiligten erfolgreich.“ (S.12)
QB 4: Führung und Schulmanagement:
Führungsverantwortung), Unterrichtsorganisation, Qualitätsentwicklung,
Ressourcenmanagement, Arbeitsbedingungen
„Die Schulleiterin bzw. der Schulleiter nimmt seine Führungsverantwortung wahr und hat klare Vorstellungen... über die erforderliche Unterrichtsentwicklung.“
„Die Schulleitung sorgt für ein zügiges Beschwerdemanagement.“
„Schulleiter und Schulleitung sorgen für eine angemessene Arbeitsatmosphäre, die Kontakte und Absprachen mit dem Lehrerrat sind häufig und für die positive Arbeitsatmosphäre ergiebig.“ (S.12/13)
„Die Schule organisiert den Unterricht entsprechend den rechtlichen Vorgaben.“
„Das Vertretungsmodell enthält eine Präsenzstundenregelung und detaillierte allgemeine Grundsätze... Das Modell klappt und wird breit akzeptiert.“ (S.13)
„Das Schulprogramm enthält ein übergreifendes Konzept für die Aspekte pädagogisches, fachliches und methodisches Handeln.“
„Die Schulleitung ...überprüft systematisch die schriftlichen Arbeiten zur Leistungsfeststellung. Dies ist ggf. Grundlage für Rücksprachen mit Lehrpersonen.“ (S.13)
„Durch den jährlichen Rechenschaftsbericht der Schulleitung in der Lehrerkonferenz und der Schulkonferenz wird der Haushalt transparent gemacht. Dadurch ist die Verwendung der Ressourcen für die Beteiligten nachvollziehbar.“ (S.14)
„Beim Gespräch mit dem Schulträger versicherte dieser, ... dass gravierende Mängel im Bereich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit nicht bekannt sind und die regelmäßigen vorgeschriebenen Maßnahmen dazu durchgeführt werden.“ (S.14)
QB 5: Professionalität der Lehrkräfte:
Personaleinsatz, Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen,
Kooperation der LL
„Die Schule berücksichtigt bei der Aufgabenübertragung möglichst die Kompetenzen und Interessen der Beschäftigten.“
„Die Fortbildungsplanung besteht ... in einer gerechten, die Fachkonferenzen beteiligenden Ressourcenverteilung.“
„Lehrpersonen in der Probe- bzw. Bewährungszeit erfahren eine Betreuung.“ (S.14/15)
Die Schule evaluiert künftig ihr Fortbildungskonzept auf der Basis des Qualitätsberichts.
„Es gibt eine Übersicht über die Beschlüsse der Lehrerkonferenz.“
„Die Lehrkräfte arbeiten in vielfältiger Form ... zusammen.“ (S.15)
QB 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung:
Schulprogramm, interne Evaluation, Jahresarbeitsplan
„Das Schulprogramm ist insgesamt konzeptionell anregend und eine solide Grundlage für weitere Entwicklungsarbeit.“
„Der Unterricht nimmt eine zentrale Stellung im Schulprogramm ein.“ (S.16)
„Viel versprechende Ansätze zeigen die Wege, die bisher bei der Analyse und Interpretation der Lernstandserhebungen eingeschlagen wurden. Die Konkretisierung von Arbeitszielen und Schwerpunktsetzungen für die Arbeit in den betroffenen Fächern ist eingeleitet.“ (S.16)
„Die Schule hat den Schulentwicklungsprozess und die Evaluationsergebnisse gut dokumentiert.“
„Der Jahresarbeitsplan der erweiterten Schulleitung wird umgesetzt.“ (S.16)
Zusammenfassende Kernaussagen des Berichts:
„Das Schulklima ist gut. Schüler/innen fühlen sich im gegebenen Rahmen „aufgehoben“ und spüren Wertschätzung durch die Lehrpersonen. Lehrpersonen, Mitarbeiter und Eltern bekunden Zufriedenheit mit der Schule.
Die Lehrer/innen kooperieren solidarisch in vielfältiger Form, miteinander und mit unterstützenden Einrichtungen.
Das Kollegium besitzt ein erhebliches Potential für die Schulentwicklung.“ (S.4) |